Fragen mit Antworten (FAQ) zu den neuen Heilmittelpreisen zum 01.07.2019

Stand 18.07.2019

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) ist am 11. Mai 2019 in Kraft getreten. Damit soll künftig je Berufsgruppe im Heilmittelbereich nur noch ein bundeseinheitlicher Vertrag gelten. Im ersten Schritt gelten seit dem 1. Juli 2019 bundeseinheitliche Höchstpreise ("Vergütungsvereinbarung").

  • Was ändert sich für die Leistungserbringer?

    Es ändern sich nur die Preise. Alle anderen vertraglichen Regelungen, wie zum Beispiel das Trennkriterium oder der Vertragsschlüssel (LEGS) gelten unverändert weiter. 

     
  • Sind die Preise für vdek und Primärkassen bundesweit gültig?

    Ja, die neuen bundeseinheitlichen Höchstpreise betreffen alle gesetzlichen Krankenkassen; also vdek (alle Ersatzkassen) und Primärkassen (AOK, BKK, IKK, Knappschaft und SVLFG) und sind in allen Bundesländern gültig.

 

  • Gibt es Kostenträger, für die die neuen Höchstpreise nicht bzw. abweichende Regelungen gelten?

    Teilweise: bei den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen werden die B-Positionen den neuen Preisen angepasst. Die A-Positionen bleiben unverändert.

    Bei der Postbeamtenkrankenkasse (A-Mitglieder) gilt ein Aufschlag von 12,5% auf die Preise der gesetzlichen Krankenkassen (wie bisher auf die vdek-Preise).
     
  • Können alle Abrechnungspositionen, die in der bundesweiten Preisliste enthalten sind, uneingeschränkt verwendet werden?

    Nein, es gelten weiterhin die Abrechnungspositionen, die lt. Rahmenvertrag vereinbart wurden. Ausnahme: Logopädie in Niedersachsen (AOK, BKK, IKK und Knappschaft): Die bisherigen Behandlungszeiten von z.B. 25, 40 oder 55 Min. gelten nicht mehr. Stattdessen gelten nun wie in den anderen Bundesländern z.B. 30, 45 oder 60 Minuten. Hier muss insbesondere auch bei stichtagsübergreifenden Behandlungen auf die korrekte Positionierung geachtet werden.


     
  • Gibt es Besonderheiten bei der Abrechnung von Hausbesuchen?

    Auch bei der Abrechnung von Hausbesuchen gibt es vertragspezifische Unterschiede. Hier gilt der Bundeshöchstpreis für die Positionen, die im jeweiligen Vertrag mit den (der) jeweiligen Kassen(art) vereinbart wurde (Quelle: Physio Deutschland).


     
  • Welche Übergangsregeln gelten für die Anwendung der neuen Preise?

    Der Stichtag, ab wann die neuen Preise gelten, richtet sich nach den bisherigen Verträgen mit den jeweiligen Kassen; kann also je nach Vertrag unterschiedlich sein: Je nach Vertrag kommen Ausstellungsdatum, erstes oder letztes Behandlungsdatum oder auch ein Splitting der Behandlungstermine zum Tragen.

     

  • Was muss bei Zuzahlungen beachtet werden? Bekomme ich als azh-Kunde eine neue Zuzahlungstabelle?

    Durch die Änderung der Preise ändert sich auch der Zuzahlungsbetrag. Die Zuzahlungslisten erhalten Kunden der azh in Ihr OnlineCenter.

     

  • Gibt es weitere Änderungen? Wie geht es weiter?

    Die Einführung der bundeseinheitlichen Höchstpreise war der erste Schritt. Das TSVG sieht zukünftig keine regionalen, sondern bundesweiten Kassenverhandlungen vor. Diese sollen im Juli 2020 starten. 

     
  • Was müssen azh-Kunden beachten?

    Abrechnungskunden der azh erhalten sämtliche Preisänderungen umgehend in das Abrechnungssystem eingepflegt, so dass eine korrekte Abrechnung Ihrer Verordnungen sichergestellt ist. Die azh stellt Ihren Abrechnungskunden die auf Bundesebene festgesetzten Höchstpreise pro Gebührenpositionsnummer ohne Eingrenzung der aufgrund Ihrer Vereinbarung geltenden Positionsnummern zu Verfügung. Vertragsspezifischen Zuzahlungstabellen werden den Kunden in Ihrem OnlineCenter zur Verfügung gestellt.
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