Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes zur Sicherung der Hilfsmittelversorgung während der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV2

Die aktualisierten Empfehlungen der Krankenkassen Stand 04.11.2020, gültig bis 31.01.2021. Das „gültig bis Datum“ gilt nicht für den Bereich der zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel. 

Hier die Änderungen in Kurzform, Details können der beigefügten Version mit markierten Änderungen entnommen werden:

  • Auf Lagerbegehungen der Krankenkassen, die im Rahmen der Prüfung des Kasseneigentums durchgeführt werden, ist zu verzichten.
  • Auf die Erbringung von Unterschriften durch die Versicherten (Empfangsbestätigung, Beratungsdokumentation, Lieferschein etc.) soll bei Versorgungen ohne und mit persönlichem Kontakt ebenfalls verzichtet werden.
     

Ärztliche Verordnung:

  • Nicht aufschiebbare (Erst-)Versorgungen können im Ermessen des Leistungserbringers auch ohne Vorliegen einer vertragsärztlichen Verordnung begonnen werden. Für die Abrechnung bleibt die Vorlage der Verordnung unverzichtbar; VO per Fax wird als Original anerkannt.
  • Folgeverordnungen für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel sowie Zubehörteile oder Ersatzbeschaffungen für Hilfsmittel, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind, mit Ausnahme für Seh- und Hörhilfen können auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt und postalisch an die oder den Versicherten übermittelt werden. Voraussetzung ist, dass zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch die verordnende Vertragsärztin oder den verordnenden Vertragsarzt erfolgt ist. 
  • Eine Krankenhausverordnung nach Entlassung hat den Stellenwert einer vertragsärztlichen Verordnung. 
  • Bei Fallpauschalen kann für evtl. Verlängerungszeiträume (Folgefallpauschalen) auf die ggf. vertraglich vorgesehene erneute Verordnung verzichtet werden -> Dokumentation über die erforderliche Rücksprache mit dem Versicherten ist spätestens mit der Abrechnung vorzulegen. 
  • Die Prüfung der festgelegten Frist von 28 Kalendertagen, innerhalb derer die Hilfsmittelversorgung nach Ausstellung der Verordnung aufgenommen werden muss, wird ausgesetzt; auch im Falle einer vertraglichen Vereinbarung. 

     
  • Abrechnung 

Vertraglich vereinbarte Fristen, in denen eine Abrechnung spätestens einzureichen ist, werden bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt. 
 

  • Präqualifizierung 

Die Krankenkassen machen die Versorgungsberechtigung für Leistungserbringer mit bestehenden Verträgen nicht von einer zeitlich evtl. nicht rechtzeitig vorliegenden Folge-Präqualifizierung abhängig. 
 

Ein aktualisierter FAQ-Katalog des GKV-SV steht noch nicht zur Verfügung.