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Telematikinfrastruktur für Sonstige Leistungserbringer

lichter fliessen

Im Digitalen Versorgungsgesetz (DVG) wurde die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) beschlossen um sukzessiv die bisherigen papierpasierten Porzesse durch digitale Verfahren abzulösen. 

Der schnelle und sichere Datenaustausch zwischen Ärzten, Leistungserbringern und Kostenträgern soll den Leistungerbringern mehr Zeit für die Versorgung der Patienten ermöglichen und somit die Versorgungsqualität erhöhen. Auch die Abrechnung der Verordnungen und Rezepte wird durch die Digitalisierung optmiert. 

Die Telematikinfrastruktur ist dabei die Grundlage für die digitale Vernetzung der Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Sie ist vom Internet getrennt und dient ausschließlich dem Datenaustausch im Netzwerk des Gesundheitswesens. 

TI-Anbindung für Sonstige Leistungserbringer

Der schnelle und sichere Datenaustausch zwischen Ärzten, Leistungserbringern und Kostenträgern führt zum Bürokratieabbau. Administrative Aufgaben die bisher manuell bearbeitet werden mussten, werden digitalisiert, so dass den Leistungerbringern mehr Zeit für die Versorgung der Patienten bleibt. Auch die Abrechnung der Verordnungen und Rezepte wird durch die Digitalisierung optmiert. Absetzungen, die durch Fehler beim manuellen Ausfüllen und der Weiterverarbeitung der Verordnung entstehen, können somit vermieden werden.

Nach Ärzten und Apotheken müssen auch alle anderen Leistungserbringer an die TI angebunden werden, damit das gesamte Netzwerk von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren kann. Eine freiwillige Teilnahme für Sonstige Leistungserbringer soll bereits ab dem 01.07.2021 starten.

Der Referentenentwurf für das Digitale Versorgung und Pflege-Modernisierungsgesetz DVPMG, mit weiteren Regelungen zur Anbindung der Sonstigen Leistungserbringer an die Telematik Infrastruktur (TI), und der verbindlichen Umsetzung der eVerordnung zum 01.01.2026, liegt aktuell vor.

Für die Anbindung der einzelnen Leistungserbringer an die TI werden funktionsfähige, interoperable und sichere Komponenten und Dienste benötigt, die von der gematik zugelassen sein müssen. 
 

TI-Voraussetzungen

Physiotherapeuten, Hebammen und Pflegedienste können sich ab Juli 2021 freiwillig an die Telematikinfrastruktur anbinden lassen. Die Kosten für die freiwillige Anbindung sollen erstattet werden. Laut Referentenentwurf übernehmen die Kostenträger die Ausstattungs- und Betriebskosten der Anbindung an die Telematikinfrastruktur.

Das brauchen Leistungserbringer für die Telematikinfrastruktur:
Um die Telematikinfrastruktur nutzen zu können werden verschiedene Komponenten und Dienste benötigt, die von der gematik für den Einsatz in der TI zugelassen sein müssen. Basis ist dabei eine leistungsfähige und stabile Internetanbindung (Empfehlung > 50 Mbit) und ein Starterset  (unabhängig von möglichen Anwendungen, benötigt die Praxis für die TI Anbindung eine technische Grundausstattung, die auch Starterset genannt wird).

NOVENTI setzt bereits die zuverlässige und sichere Anbindung der Apotheken um.

Grundausstattung Überblick:

  • Konnektor
  • E-Health-Kartenterminals
  • Mobile Kartenterminals
  • Praxisausweis (SMC-B)
  • Anpassung PVS
  • VPN-Zugangsdienst und Internetanschluss

 

TI-Partner und technischer Service

Durch die Planung und Umsetzung relevanter Pilotprojekte für TI und eRezept hat NOVENTI bereits Erfahrungen und Kompetenzen entlang des gesamten Prozesses entwickelt. Von der elektronischen Verordnung durch einen Arzt bis hin zur Übertragung dieser Daten vom Patienten an den Leistungserbringer und der anschließende Abrechnung. Hier wurden verschiedene Varianten entwickelt, getestet und umgesetzt.

Auch für die individuellen Prozesse bei den Sonstigen Leistungserbringer (Besonderheiten wie Empfangsbestätigung etc.) wurden ergänzende Konzeptionen und Vorgehensweisen entwickelt, welche bereits in 2019 an das BMG zur Abstimmung weitergeleitet wurden. Teile der Ausschreibung der Gematik zum Thema technische Grundlagen/Rezeptspeicher für das eRezept wurden an IBM vergeben.

Mit Vorliegen der Gematik TI-Schnittstellenbeschreibung und technischen Anforderungen zur Anbindung der Sonstigen Leistungserbringer im Heilmittelbereich im März 2021 wird diese in den Softwarelösungen der NOVENTI umgesetzt, damit die (freiwillige) Teilnahme der Sonstigen Leistungserbringer wie vorgesehen zum 01.07.2021 starten kann. 

NOVENTI ist bereits aktiv dabei den gesamten Apothekenmarkt mit der Anbindung an die TI Infrastruktur zu versorgen. Alle erforderlichen Komponenten und Services werden damit aus einer Hand geliefert. Die bundesweite Infrastruktur der NOVENTI kann auch die  Installation und den technischen Service für die Sonstigen Leistungserbringer vor Ort übernehmen.

NOVENTI schreibt man mit TI - hier mehr erfahren

Susanne Schneider

Seit 2014 ist die Marketing Managerin bei der NOVENTI im Markt Sonstige Leistungserbringer tätig. In enger Abstimmung mit dem Kundenservice, der Produktentwicklung und den Markt- und Kassenreferenten bereitet Susanne Schneider relevante Informationen und Beiträge für die unterschiedlichen Berufsgruppen auf. 

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