Vordrucke für die Heilmittelverordnung: Muster 13, 14, 18 und Z13

Richtig ausgefüllte Heilmittelverordnungen – für die Abrechnung von Heilmittelerbringern mit den Gesetzlichen Krankversicherern (GKV) maßgeblich. Es ist daher entscheidend, dass alle Angaben stimmen und vollständig sind. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Nach getaner Arbeit ist es nicht nur wirtschaftlich wichtig,  diese abzurechnen sondern auch, dass die Krankenkassen die Rechnungen ohne Abzüge bezahlen. Ärzte und Heilmittelerbringer wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Podologen und Logopäden müssen dabei zahlreiche Vorgaben der GKV einhalten. Sind Sie unsicher, ob Sie diese kennen und alle Angaben stimmen? Wir haben für Sie zusammengestellt, worauf zu achten ist:

Alle Informationen auf dieser Seite beziehen sich auf die seit 1.1.2017 (Muster 13, 14 und 18) bzw.  1.7.2017  (Muster Z13) gültigen Verordnungsvordrucke. Vertrags(zahn)ärzte dürfen Heilmittel ausschließlich auf diesen verordnen.

Was dahinter steht?  Im Zuge der letzten Aktualisierung der Vordrucke wurde ein zusätzliches Feld eingefügt, das für die Eintragung eines zweiten ICD-10-Codes vorgesehen ist. Hintergrund: Zum 01.01.2017 wurde eine neue  Diagnoseliste für  „Besonderen Verordnungsbedarf“  vereinbart.  Sie sieht bei einigen Diagnosen einen zweiten ICD-10-Code vor, die der Verordner bei Bedarf  der auf der Heilmittelverordnung eintragen kann.Dies dient den Ärzten zur Entlastung bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung. 

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Welche Muster für die Heilmittelverordnung gibt es? Vertragsärzte müssen je Leistungsbereich die jeweils zutreffenden Vordrucke für die Heilmittelverordnungen verwenden:

Für die Verordnung von Maßnahmen der Physikalischen Therapie oder der Podologischen Therapie müssen Vertragsärzte die Heilmittelverordnung 13 verwenden. Für die Verordnung von Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie ist das Muster 14 vorgesehen. Verordnen Vertragsärzte Maßnahmen der Ergotherapie, müssen Sie das Muster 18 ausfüllen und dem Patienten mitgeben.

Laut Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wurde mit Wirkung zum 01.01.2018 die Heilmittelrichtlinie im vertragsärztlichen Bereich um einen Leistungsbereich erweitert: Ernährungstherapie. Verordnungsfähig ist die Leistung ausschließlich bei seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen sowie bei Mukoviszidose. Für die Verschreibung (Verordnung) einer Therapie ist das Muster 18 zu verwenden.

Verordnen Vertragszahnärzte ihren GKV-Patienten Maßnahmen der Physio- und Physikalischen Therapie bzw. der Sprech- und Sprachtherapie, müssen sie den Vordruck Z13 verwenden. Insofern bildet das Muster Z13 eine Ausnahme: Zahnärzten stehen nicht unterschiedliche, sondern nur ein Muster für die Verordnung von Heilmitteln zur Verfügung. 


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Wie sehen die Muster der Heilmittelverordnungen aus?

Die Vordrucke der Heilmittelverordnungen weichen nicht nur inhaltlich voneinander ab, sondern weisen auch optische Unterschiede auf. Der Vordruck der Heilmittelverordnung 13 (Maßnahmen der Physikalischen Therapie/Podologische Therapie) hat das Format DIN A5, die Hintergrundfarbe ist hellblau. Doppelt so groß, also DIN A4, ist das Format der Heilmittelverordnung 14 (Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie); die Hintergrundfarbe ist ebenfalls Hellblau. In ein Feld in der unteren Hälfte auf der Vorderseite kann der Aussteller den Graphen eines Tonaudiodiagramm eintragen, in ein weiteres Feld kann er den Laryngologischen Befund eingetragen und -zeichnen. Ein zusätzliches Feld sieht die Eintragung von Trommelfellbefunden vor. Das Muster 18 hat wiederum das Format DIN A5 und die Hintergrundfarbe ist Hellgrün. Der Vordruck für die Zahnärztliche Heilmittelverordnung hat das Format DIN A4, die Hintergrundfarbe ist Hellblau. Gleich sind auf allen Mustern die Farbe der Schrift (Rot) und der Felder (Weiß). Wie die Muster genau aussehen, präsentiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung auf ihrer Homepage.

Zudem bietet die AOK das Dokument „40. Änderung der Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung vom 1. April 1995“ als Download an, in welchem die Muster 13,14 und 18 abgebildet sind. Ein Muster der Zahnärztlichen Heilmittelverordnung ist in dem Dokument „Vereinbarung über den Vordruck der zahnärztlichen Heilmittelverordnung nebst Ausfüllhinweisen“ enthalten, das die AOK ebenfalls als Download anbietet.

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Wie lassen sich Heilmittelverordnungen problemlos abrechnen?

Im Sinne der GKV sind viele Angaben auf den Mustern der Heilmittelverordnung Pflicht. Zunächst betreffen diese die Eintragungen des Vertrags(zahn)arztes: Nach den persönlichen Daten des Versicherten und Angaben  zu seiner Krankenkasse sind folgende Angaben unerlässlich:

  • Angaben zur Gebührenpflicht  bzw. –befreiung 
  • Die Verordnungsart: Infrage kommen Erst- oder Folgeverordnung bzw. Verordnungen außerhalb des Regelfalls. Ist Letzteres eingetragen, muss zusätzlich eine medizinische Begründung auf dem Vordruck  eingetragen werden. Weiter muss die Heilmittelverordnung enthalten, ob die Heilmittel  im Rahmen von Hausbesuchen abgegeben werden sollen. Zudem müssen das oder die Heilmittel  gemäß Heilmittelkatalog und – dazu passend – Diagnose, ggf. Leitsymptomatik und Indikationsschlüssel eingetragen sein. Auch sind Angaben zur Menge, Frequenz und ggf. Dauer der  verordneten Heilmittel Pflichtangaben. Wichtig: Heilmittelverordnungen müssen grundsätzlich vom Arzt unterschrieben und gestempelt sein; ansonsten sind sie ungültig.
  • Weitere Eintragungen sind vom Leistungserbringer vor Abrechnung sicher zu stellen: Die empfangenen Heilmittel sind vom Patienten mit Angabe des Datums, der Heilmittel oder des Heilmittels per Unterschrift auf der Heilmittelverordnung zu bestätigen. Behandlungsabbrüche oder –unterbrechungen  müssen mit Datum und Grund auf dem Rezept dokumentiert werden. Weiterhin sind Abweichungen von der Frequenz nach Rücksprache mit dem Vertrags(zahn)arzt durch den Heilmittelerbringer zu begründen und zu dokumentieren. Schließlich dürfen auf keinem Vordruck der Praxisstempel und die Unterschrift des Heilmittelerbringers fehlen. Für reibungslose GKV-Abrechnungen müssen all diese Angaben korrekt auf der Heilmittelverordnung – unabhängig vom Muster – enthalten sein. 

Wichtiger Hinweis: Diese Aufzählung kann nicht alle kostenträgerspezifischen Besonderheiten und Anforderungen umfassen. Beachten Sie daher bitte auch eventuell davon abweichende Regelungen. 

Kann ich den Abrechnungsprozess der Rezepte auslagern?

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